Czech-GP: Alle sind heiß auf das erste Rennen nach der Sommerpause

Der Monster Energy Grand Prix in der tschechischen Republik stellt das erste Rennwochenende nach einer vierwöchigen Sommerpause dar. Während die einen die gp-freie Zeit nutzten um sich mit Freunden und Familie zu erholen, wurde anderenorts fleißig weiter trainiert. Aber auch die Sorge um MotoGP-Legende Angel Nieto, der nach einem schweren Unfall um sein Leben kämpft, bewegte die Top-Piloten, wie aus den Stimmen der Pressekonferenz heraus zu hören war.

Repsol Honda Pilot Marc Marquez kehrt nach seinem Sieg am Sachsenring als Führender in der WM-Tabelle nach Brünn. Mit Nieto hat der Spanier eine ganz besondere Verbindung. „Angel war der erste Champion mit dem ich wo ich Jünger war in Kontakt kam. Wir können nur versuchen eng beieinander zu stehen und die Familie von Angel Nieto so viel möglich in diesem Moment zu unterstützen,“ zeigte Marquez sich bestürzt.

„Die Sommerpause war für alle sehr lang und nach der Pause und den Wintertests in Brno ist es nun Zeit hierher zurück zu kehren. Wir wollen natürlich wieder das Tempo vorgeben und auch auf die Pole kommen, es wird jedoch ein hartes Wochenende werden. Es gibt viele Fahrer, die an der Spitze sind und gut sind, somit müssen wir noch mehr Gas geben und alles geben von Brünn bis zum letzten Rennen in Valencia.“ Bereits bei den Wintertests konnte Marquez in Tschechien Erfahrungsmeter sammeln und zog daraus sehr hilfreiche Informationen. „Normalerweise haben wir hier immer ein paar Probleme, aber beim Test war das nur am ersten Tag der Fall. Vom zweiten Tag an ging es deutlich besser. Beim Test war es natürlich kühler. An diesem Wochenende scheint es jedoch höhere Temperaturen zu geben, das müssen wir abwarten.“

„Wir starten die zweite Saisonhälfte auch einem anderen Level,“ betonte Maverick Vinales gleich zu Beginn. Ich fühle mich körperlich wie auch geistig stark. Wir müssen uns besonders dann verbessern, wenn die Bedingungen nicht die idealsten sind. Wir müssen uns bei wechselhaften Streckenverhältnissen und auch im Regen noch deutlich steigern und sehr konzentriert arbeiten.“

Deutliche Probleme im vergangenen Jahr hatte Ducati Pilot Andrea Dovizioso in Brünn. Der Italiener musste reifenbedingt aufgeben. In diesem Jahr läuft es für ihn und Ducati jedoch deutlich besser. Mit zwei Siegen und 123 Zählern liegt Dovizioso 5 Punkte hinter Marquez und nur einen klitzekleinen Punkt hinter Konkurrent Vinales. „Ich denke die Strecke ist für einige Fahrer schwierig. Im letzten Jahr war der Grip nicht der beste und wir müssen schauen wie es in diesem Jahr aussieht. Wir versuchen jetzt eine neue Meisterschaft zu starten, denn wir liegen alle sehr dicht beieinander. Es gibt viel für uns an diesem Wochenende zu tun. Wir haben weiterhin die Chance um die Meisterschaft zu kämpfen. Ich denke es ist möglich für uns dieses Wochenende aufs Podium zu fahren.“

Valentino Rossi hingegen sammelte überwiegend positive Erfahrungen auf der traditionsreichen Strecke. Bereits mehrfach stand der neunfache Weltmeister hier auf dem Treppchen ganz oben und holte sich im vergangenen Jahr den zweiten Platz. „Fünf Fahrer kämpfen mit keinem großen Punkteunterschied um die Meisterschaft. Es geht sehr eng zu! Jedes Wochenende ist wie eine Überraschung für uns,“ so der Movistar Yamaha Pilot. „Im letzten Rennen war ich hier sehr stark im Trockenen im Training. Aber nachdem sich die Situation komplett geändert hatte und es nass wurde, war ich froh die richtige Entscheidung getroffen zu haben und wichtige Punkte mitgenommen zu haben. Auch an diesem Wochenende wird das Podium wieder das Ziel sein. Wir müssen versuchen für alle Situationen vorbereitet zu sein,“ so Rossi weiter.

Auch um die gesundheitliche Situation Angel Nietos machte sich der 38-Jährige viele Gedanken. „Ich kenne die Familie ganz gut. Ich wuchs mit seinen Söhnen zusammen auf und war auch mit Pablo zusammen unterwegs, als die schlechten Nachrichten eintrafen. Es ist eine schlechte Situation für uns, Angel ist eine besondere Person, nicht nur wegen seinen vielen Siegen vielmehr dafür wie er als Mensch ist! Wir hoffen auf das Beste!“

Auch Jonas Folger war die Betroffenheit an diesem Tag ins Gesicht geschrieben. Als die Sprache auf seinen Heimgrandprix kam, hellte sich jedoch seine Miene auf und er blickte strahlend auf seine Top-Platzierung zurück. „Der zweite Platz im letzten Rennen war wirklich eine großartige Erfahrung für mich, ich hätte dies zu Beginn nie erwartet. Es war großartig den Menschen zeigen zu können und vor allem auch mir selbst beweisen zu können, dass ich zu sowas in der Lage war. Das gibt mir Selbstvertrauen! Mein Team hat mich immer unterstützt und mir Mut gemacht. Ich denke wir sind nun in einer guten Position, wo wir dieses Selbstvertrauen nutzen können für ein gutes Wochenende in Brünn! Wir möchten dies natürlich wiederholen und zeigen, dass es nicht einfach nur Glück war!“

    Text und Fotos: Doreen Müller

     

     

     

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