Brünn-GP: Schwieriger Start für die IntactGP-Piloten am Freitag

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Nach den zwei Tests und dem vergangenen Grand Prix-Wochenende auf dem Red Bull Ring in Österreich ging es für das Dynavolt Intact GP-Team weiter nach Brünn, eine Strecke auf denen beide Piloten bisher gute Resultate erzielten. Zunächst wirkte es im ersten freien Training auch danach als könnten Jonas Folger und Sandro Cortese an vergangene Erfolge in Tschechien anknüpfen, Platz 2 für Folger und Platz 11 für Cortese konnten sich durchaus sehen lassen im Anbetracht der Ergebnisse in Spielberg. In der zweiten Sitzung am Nachmittag gelang es jedoch beiden nicht sich weiter zu verbessern, während Jonas Folger sich auf Platz 10 einfand, fiel sein Teamkollege auf Platz 18 zurück.

„Insgesamt war es ganz okay. Wir haben uns im zweiten Training leider nicht verbessern können allerdings haben wir dort zwei gebrauchte Reifen gefahren und wir haben geschaut wie konstant die Reifen sind. Meiner Meinung nach haben wir dann den Fehler gemacht, dass wir zu früh aufgehört haben auch mit den gebrauchten weicheren Reifen. Mit den fahren wir dann morgen weiter, denn zum Schluss haben wir einen härteren Reifen aufgezogen und das war um einiges schlechter und schwieriger. Ganz so schlecht waren wir nicht dabei. Für den heutigen Tag waren wir ganz zufrieden und ich bin mir sicher dass wir morgen nochmal einen drauf legen können.“

Im Vergleich zum Vormittag wurden neben den Reifen auch die Einstellung vorn weicher gemacht, was sich positiv ausgewirkt habe. Doch das Hauptaugenmerk lag bei der Reifenfrage. Dabei ist Brünn eine Strecke die dem Mühldorfer durchaus liegt und anders als andere Piloten der Moto2 oder Königsklasse waren die Asphaltbedingungen für Folger kein Thema in Brünn. „Ich merke nicht viel Unterschied und ich finde es nicht so schlimm. Ich selbst habe keine Probleme mit den Bodenwellen, es ist eine Strecke die mir definitiv besser liegt als Spielberg. Dort haben wir uns alle sehr, sehr schwer getan und wir müssen jetzt einfach dran bleiben für Morgen.“

Alle Hoffnungen auf den Samstag setzte auch Teamkollege Sandro Cortese der nach Platz 18 im zweiten freien Training seine Enttäuschung über dieses Resultat nur schwer verbergen konnte. „Wie das Ergebnis hier schon wiederspiegelt, wir haben riesen Schritt zurück gemacht von FP1 auf FP2. Ich bin sehr sauer, wir müssen komplett etwas ändern um Morgen überhaupt wieder nach vorn blicken zu können, denn so finde ich schwer Punkte zum Fahren. Wenn wir hart arbeiten, bin ich davon überzeugt das wir das hinbekommen aber im Moment macht das nicht ganz soviel Spass,“ versuchte der Berkheimer am Nachmittag eine Erklärung zu finden.

„Wir müssen das komplette Motorrad überarbeiten, es fühlt sich unstabil an. Es passt einfach nicht, von vorn bis hinten. Ich war noch nie auf Platz 18/19 in diesem Jahr und Brünn liegt mir von Haus aus,“ so Cortese weiter und machte nochmal deutlich, dass es in der Situation wohl keine Daten gibt auf die das Team dabei zurückgreifen kann. „Die Strecke hat so schlecht abgebaut im Vergleich zum letzten Jahr, so dass wir keine Referenzen anschauen brauchen.“ Folglich fängt die Dynavolt Intact Crew um Sandro Cortese am Samstag bei Null an.

Text: Doreen Müller

Foto: IntactGP

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