Brünn-GP: Öttl – Erneut sorgte der Helm für Ärger

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Beim Grandprix in Tschechien belegte Philipp Öttl Platz 15, ein WM-Punkte brachte dies dem Ainringer ein. Ein Umstand der für nicht viel Freudenstimmung im Team sorgte, hatte man sich jedoch zuvor eine bessere Platzierung erhofft. Doch ähnlich wie am Sachsenring kam Öttl auch im verregneten Moto3-Rennen ein technisches Detail in die Quere, was den Weg nach vorn deutlich erschwerte.

„Es wurde in der Visiertechnik ein anderes Pinlock verwendet, wo wir eigentlich ausgemacht hatten das letzte Mal dass, es das Problem wäre aber es scheinbar nicht geholfen,“ erklärt Vater Peter Öttl nach dem Moto3-Rennen. „Philipp ist nach dem Rennen rein gekommen und hat uns sein Visier gezeigt und das war total beschlagen. Dies ist natürlich ärgerlich zwei Grandprixs so zu beenden, weil wenn du Zweidrittel der Renndistanz nichts siehst, ist natürlich ein Problem. Wir haben alles probiert, mal mit Maske, mal ohne. Vorher hatten wir nie ein Problem, aber mit dem neuen Modell ist es schwierig. Auf jedenfall brauchen wir eine Lösung, denn ein drittes Rennen können wir uns nicht so erlauben. Wir fahren in einer WM und um Punkte und das können wir nicht hinnehmen, das man aufgrund eines beschlagenen Helmvisiers nur einen Punkt macht anstatt zehn!“

Dabei war es noch am vorherigen Tag erkennbar, dass sich Philipp Öttl auf der Strecke wohl fühlt und gut zurechtkommt. Auch in den Rundenzeiten in den Freien Trainings und beim Qualiyfing war ersichtlich, dass der SchedlGP-Pilot durchaus mit den Top-Piloten mithalten kann. Philipp fuhr konstante 2:08er Rundenzeiten und damit die achtschnellste Rundenzeit bei 33 WM-Startern. Für den 20-Jährigen eigentlich ein beachtliches Resultat, in Anbetracht der Konkurrenz in der Moto3. Auch im Rennen konnte Öttl mit den Rundenzeiten der Schnellsten mithalten. „Die Zeiten waren gut, auch wenn er sich am Anfang etwas Zeit gelassen hat. Man hat jedoch gesehen dass es nach vorn geht,“ so Peter Öttl weiter, was die Einzelübersicht der Rundenzeiten bestätigen lies. Eine halbe bis eine Sekunde war Öttl maximal langsamer, um so ärgerlicher, dass ausgerechnet wieder einmal der Helm eine mögliche, bessere Platzierung zunichte gemacht haben soll. Deswegen den Helmhersteller direkt wechseln, wolle man bei SchedlGP dennoch nicht. „Wir müssen das Problem lösen und nicht den Helmhersteller wechseln,“ betonte Peter Öttl abschliessend.

Text: Doreen Müller

Foto: motogp.com

 

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