Barcelona-Test: Crutchlow vorne

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Beim zweiten Post-Race-Test auf dem Circuit de Catalunya war Cal Crutchlow der Schnellste. Der Brite konnte sich am Ende überraschend an die Spitze der MotoGP-Zeitenliste setzen. Der Test fand nach einem sehr emotionalen Grand Prix-Wochenende bei strahlendem Sonnenschein statt. Auch dieses Mal standen die Reifen sowie die Elektronik im Zentrum der Fahrten.

Michelin experimentierte erneut mit verschiedenen Innovationen und brachte neue Reifen an die Strecke. Getestet wurden die Vorderreifen, die man schon beim Jerez-Test gefahren war. Dadurch soll analysiert werden, wie sich die Mischung auf unterschiedlichen Strecken verhält. An Hinterreifen gab es drei Optionen, die den gleichen Compound in unterschiedlichen Strukturen aufwiesen. Das Ziel war bei allen Mischungen, die Traktion am Kurvenausgang zu verbessern.

Cal Crutchlow konzentrierte sich auf die Konstanz seiner RC213V und konnte die Führung erst in den letzten drei Minuten erringen, als er als einziger Pilot in die 1:43er vordrang (1:43,963). Die Movistar-Yamaha-Fahrer arbeiteten hauptsächlich an den Michelins und den eigenen Setups. Lorenzo war einer letzten Fahrer auf der Strecke und fuhr mit einer 1:44,202 die zweitschnellste Zeit. Valentino Rossi landete auf Platz elf.

Bei Suzuki, die diese Saison auch schon extra-Testtage in Austin und Valencia genutzt hatten, beschäftigte man sich mit Chassis-Varianten, die man bereits vor dem Catalunya-GP ausprobiert hatte. Dabei ging es um die Auswahl des Rahmens für das Rennen in Assen in drei Wochen. Maverick Vinales konnte lange die Zeitenliste anführen, beendete den Tag aber als Dritter. Teamkollege Espargaro schaffte es auf Position fünf.

Die Ducati-Piloten testeten hauptsächlich Reifen. Andrea Dovizioso versuchte herauszufinden, woher die Probleme kamen, die er am Hinterrad im sonntäglichen Rennen erfahren hatte. Er wurde Siebter, während Andrea Iannone mit der geringsten Rundenzahl im Feld Vierter wurde.

Der Trainingsvierte des Wochenendes Hector Barbera landete auf Platz sechs. Marc Marquez konnte zum ersten Mal den Rahmen fahren, den Dani Pedrosa (10.) am Wochenende probiert hatte. Der WM-Leader war knapp eine Sekunde langsamer als Crutchlow und beendete den Test als Achter vor Scott Redding.

Stefan Bradl gehörte mit 82 Runden zu den fleißigsten Piloten. Der Deutsche wurde 16. und fuhr viele Stints, was auch notwendig war, da Aprilia mit Neuerungen am Chassis, der Elektronik und den genannten Reifen ein straffes Pensum auf dem Plan hatte. Das Aspar-Team entschied sich, nicht an dem Test teilzunehmen.

 

Die Ergebnisse gibt es HIER

Text: Dominik Lack

Foto: motogp.com

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