Barcelona-GP: Rossi „Sieg war beste Weg an Salom zu gedenken“

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Nach seinem Ausfall beim Grandprix in Mugello meldete sich Valentino Rossi auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya mit einem Sieg zurück und zeigte nach seiner Aufholjagd von Platz 8 aus, ein sehr gutes und starkes Rennen. Nur Kontrahent Marc Marquez konnte Rossi an diesem Tag die Stirn bieten und ihn in harte aber faire Duelle verwickeln, der Sieg gehörte in Montmelo jedoch dem Dottore. 

„Für mich war es ein perfekter Sonntag. Am Morgen im Warm Up konnte ich ein paar gute Rundenzeiten fahren und war schnell, das beruhigte mich etwas für das Rennen. Der Start war an sich nicht so schlecht. Ich war sehr nah an Dovizioso beim ersten Bremsen dran und konnte anschliessend aufholen. Ich fühlte mich gut, mein Bike war gut, ich war in der Lage gut zu fahren und versuchte vorn zu bleiben. Aber auch der Kampf war gut. Als ich sah, das Marc mich überholte, sah ich das er Probleme hatte und versuchte das Maximum herauszuholen und einen kleinen Vorsprung zu nehmen für die letzte Runde,“ resümierte Valentino Rossi in der Pressekonferenz und widmete den Sieg ebenfalls dem verstorbenen Luis Salom. „Es ist der beste Weg an Luis Salom zu gedenken, ein kleines Geschenk für ihn und seine Familie, nicht sehr bedeutend, aber das einzige was alle Fahrer tun können. „

Und auch wenn der Doktor schon viele Jahre im Rennsportgeschäft dabei ist, so einfach zum Alltag übergehen, konnte der Italiener ebenfalls nicht. „Ein Rennwochenende ist immer sehr aufregend, aber wenn sowas wie am Freitag passiert, dann wird es schlecht und  sehr schwierig zurück auf die Strecke zu kommen und die richtige Konzentration zu finden. Mit der geänderten Strecke hatten wir gestern unsere Probleme, aber heute gelang es uns, uns etwas zu verbessern und es war am Ende ein gutes Rennen.“ Nach dem Rennen gratulierten sich Valentino Rossi und Kontrahent Marc Marquez gegenseitig zum Podium im Parc Ferme. Eine Geste auf die, die Motorsportwelt seit der vergangenen Saison gewartet hatte, bis Barcelona jedoch ausblieb. „Ich denke wenn solche Dinge passieren, wird der Rest unwichtig und so dachte ich mir es ist der richtige Moment es zu tun,“ erklärte Rossi seinen Entgegenkommen. Der Spanier freute sich sichtlich über diese Geste und klopfte Rossi in der Pressekonferenz auf die Schulter.

„Die Frage mit Lorenzo ist etwas anderes. Was ich sagen kann ist, dass ich am Anfang der Saison nicht darüber nachgedacht habe, nicht mit ihm zu reden. Als ich zu Yamaha zurück kam, war es immer an mir zu Jorge zu gehen und „Hallo“ zu sagen oder zu fragen „Ist alles okay“, aber in diesem Jahr warte ich darauf, dass er kommt, aber bisher ist dies nicht passiert,“ erklärte Rossi auf Nachfragen, wie er künftig mit seinem Teamkollegen umgehe und machte gleichzeitig klar, dass er in der Meisterschaft nach vorn schaue. „Wir sind an einem guten Punkt, ich mag mein Bike, ich bin konkurrenzfähig und ich mag auch die Michelin-Reifen, denn ich wuchs als Fahrer mit diesen Reifen bereits auf. Aber ich denke die Weltmeisterschaft ist offen, jedes Rennen ist interessant, denn wir sind auf dem selben Level und genauso schnell wie Marquez und Lorenzo, aber auch Pedrosa, Vinales und Iannone sind sehr stark. Daher ist auch die Strecke entscheiden, auf einer ist es besser auf der anderen hingegen ist ein anderer Fahrer schneller.“

Text: Doreen Müller

Foto: Movistar Yamaha

 

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Kommentare (1)

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    Jochen

    |

    Sehr sehr schön geschrieben!!!!
    Der Schock über den Verlust von Luis Salom sitzt tief.
    Dennoch finde ich es sehr schön, dass sich Vale und Marc scheinbar wieder „vertragen“.
    Meinen höchsten Respekt vor den beiden Gentleman!!!!!

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