Barcelona-GP: Moto3-Sieger „Das ist für Luis!“

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„Es war ein gutes Rennen, aber auch ein hartes Rennen,“ so Barcelona-GP Sieger Jorge Navarro, der sich somit seinen ersten Sieg in der Moto3 holen konnte. „Wir haben alle hart gearbeitet und im Rennen versuchte ich alles zu geben. Die letzten Runde dachte ich mir Luis half mir gut durch das Rennen zu kommen. Als ich die Ziellinie überquerte, ging viel in meinem Kopf vor. Der Sieg ist für Luis, für sein Team und die Familie, die Gedanken an Luis haben mich bis zum Ende gepusht.“ 

Gegen den Estrella Galicia 0,0 Piloten hatte Brad Binder diesmal keine Chance. „Zum Beginn des Rennens hatte ich noch viele Probleme, denn ich fühlte zuviel Grip auf meinen Reifen. Je weniger der Grip wurde, desto besser fühlte sich das Bike an und ich wusste dass die letzten beiden Runden meine besten sein könnten,“ berichtete Brad Binder. „Dieses Ergebnis heute ist wie ein Sieg für mich. Ich habe nicht daran gedacht in den Top 5 ins Ziel zu kommen, aber ich bin sehr zufrieden und wir haben heute das beste Resultat geholt, was möglich war. Rodrigo war zu Beginn sehr stark, doch dann denke ich ist er zu überambitioniert geworden und als ich mit ihm fast kollidierte, hatte ich nicht viel Möglichkeiten, die liebste wäre mir natürlich gewesen einen Sprung zu machen und in der vordersten Gruppe zu landen, das wäre witzig gewesen. Ich bin einfach sehr happy mit dem zweiten Platz heute, denn es war kein normales Rennen,“ so der Südafrikaner weiter. „Ich war in einer schwierigen Position ein oder zwei Sekunden hinter Jorge. Navarro fuhr heute ein unglaubliches Rennen und war heute der Stärkste.“

„Die letzte Schikane ist Horror, ich kann einfach keine Schikanen,“ scherzte Binder leicht. „Ich kann Schikanen, aber nicht in jeder Runde. Das neue Layout ist cool, ich mag es eigentlich.“ Aber es war sehr schwer für Saloms ehemaligen Teamkollegen in Barcelona zu starten. „Es war sehr hart heute, wir machten das Zeichen vorn auf das Bike und als ich das auf dem Grid sah, kamen mir die Tränen. Aber ich wusste, hey, das ist jetzt nicht die Zeit dafür, ich muss meinen Job tun. Es war nicht nur für mich hart, sondern für das ganze Fahrerlager, besonders für mein Team, er fuhr für uns seit 2012 und ich traf ihn 2013. Und wenn man darüber nachdenkt, denkt man das kann nicht passieren, aber es kann es.“

Ebenso wie Brad Binder widmete auch Enea Bastianini auf dem Podium den Sieg Luis Salom. Für Bastianini war es bisher eine schwierige Saison. Der Honda-Pilot kam bisher bei keinem Rennen der Saison über Platz 5 heraus und stand zum ersten Mal 2016 auf dem Treppchen. „Es ist ein schönes Gefühl, da ich nicht sehr gut dieses Jahr gestartet bin,“ erklärte der drittplatzierte Enea Bastianini. „Das Podium ist sehr positiv für mich und das Team. Im Rennen hatte ich die Möglichkeit hart anzubremsen aber in den schnellen Kurven war es sehr schwierig es zu versuchen, es läuft noch nicht alles gut.“

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Text: Doreen Müller

Fotos: motogp.com

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