Barcelona-GP: Gemischte Gefühle nach dem Qualifying

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Mit seiner besten Rundenzeit sicherte sich Marc Marquez die erste MotoGP-Pole Position seiner Karriere in Barcelona. Dahinter folgten ihm mit wenigen Sekunden Rückstand Landsmann Jorge Lorenzo und Teamkollege Dani Pedrosa. In der anschließenden Pressekonferenz nahmen die Top 3 nochmals Stellung zu den Geschehnissen seit gestern und beurteilten die neue Streckenführung.

„Natürlich ist es ein schwieriges Wochenende für die ganze MotoGP-Familie, weil wir irgendwie weiter machen müssen,“ eröffnete Polesetter Marc Marquez die Pressekonferenz. „Heute war ein gutes Training für uns, weil wir uns sehr verbessern konnten, darüber bin ich sehr happy. Der Rhythmus war gut. Ich pushte viel und habe das Risiko in Kauf genommen, denn ich wollte die Pole heute unbedingt, für meine Großmutter und für Luis Salom, den wir nie vergessen werden. Es ist schwierig mit dem neuen Layout, denn der Rest der Strecke ist normal und dann kommst du an die Stelle und es schaut aus wie eine ganz andere Strecke,“ erklärte Marquez weiter und nahm auch dazu Stellung, was in dem Meeting mit der Sicherheitskommission besprochen wurde.

 „Im ersten Moment haben wir darüber gesprochen das Rennen zu canceln und für uns stand fest, dass wenn die  Änderung nicht möglich gewesen wären, der GP gecancelt worden wäre. Dann hat Carmelo mit der Familie und dem Teammanager von Luis gesprochen und sie gab ihre Zustimmung weiterzumachen, denn wen Luis da gewesen wäre, wäre er weiter gefahren,“ so der Spanier. „Im zweiten Moment haben wir über die Modifikation der Strecke gesprochen. Für die Sicherheit ist das Layout besser, aber für die Zukunft müssen wir noch einen Kompromiss finden.“

Der auf dem Starting-Grid auf Platz 2 stehende Movistar Yamaha Pilot Jorge Lorenzo nahm an dem Treffen gestern nicht teil, da er nicht zu den Piloten zählte die geladen wurden. Dennoch hatte der amtierende Weltmeister eine klare Meinung. „Das wichtigste ist was gestern passiert ist! Wir haben Luis verloren und alles andere ist zweitrangig. Die Sicherheitskommission entschied sich die Kurven zu verändern und wir müssen mit der Entscheidung umgehen. Für Honda ist dies eher ein Vorteil als für uns, aber wie ich schon sagte das ist zweitrangig. Turn 12 hätte meiner Meinung nach eher verändert werden können, aber Turn 9 war nicht notwendig gewesen zu ändern. Und es wäre besser gewesen, wenn alle Piloten dabei gewesen wären, denn dies ist eine wichtige Entscheidung, die getroffen werden musste.“

Auch Dani Pedrosa wurden von den anwesenden Medienvertretern befragt, ob die Entscheidung weiterzumachen die richtige gewesen sei. „Es ist schwierig aufs Bike zu steigen und fortzufahren, denn nach einem Unfall wie diesem ist es nicht einfach weiter zu machen, die Kombi anzuziehen und wieder aufs Bike zu steigen. Man sieht es in den Gesichtern vieler,“ so Pedrosa. „Das neue Layout ist jedoch für jeden von uns neu. Die Strecke ist nun langsamer, das Setting ist unterschiedlich aber die Hauptsache ist die Sicherheit. Ich denke weniger darüber nach was und wieso, wegen gestern. Ich denke jedoch in Zukunft müssen wir darüber nachdenken was der beste Kompromiss in Sachen Sicherheit auf dieser Strecke ist,“ erklärte der 30-Jährige und erklärte den Anwesenden was regulär in den Treffen mit der Sicherheitskommission besprochen wird. „Wir treffen nicht jede Entscheidung nur im Hinblick auf die GP-Bikes, vieles natürlich weil die GP-Bikes schneller sind, aber auf vielen Strecken denken wir auch darüber nach wo die Moto2 und Moto3-Bikes ihre Probleme haben könnten.“

 

Text: Doreen Müller

Foto: motogp.com

 

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