Barcelona-GP: Folger „Dachte es reicht für Johann!“

Bereits im WarmUp zum Grand Prix von Catalunya erreichte Jonas Folger die schnellste Rundenzeit und lag damit unter dem Streckenrekord von 2016. Auch im Rennen zeigte der deutsche MotoGP-Neuling eine starke Leistung und hielt mit der vorderen Spitze mit. Letztlich musste sich Folger jedoch seinem Teamkollegen Johann Zarco geschlagen geben. Mit einem neuen Rekord von 1:45.969 in der dritten Runde und dem sechsten Platz gab es dennoch am Ende des Tages allerhand Gründe zu jubeln.

„Insgesamt kann ich mich nicht beklagen, auch wenn ich nicht restlos zufrieden bin. Es war ein starkes Rennen, das eines unserer bislang besten Wochenenden super abgerundet hat. Doch am Meisten freue ich mich über die endlich gelungene Anfangsphase,“ erklärte der 23-jährige Yamaha-Pilot anschließend.

„Die Basis für den guten Auftakt in das Rennen haben wir mit zwei enorm wichtigen Fortschritten geschaffen. Zunächst mit der Entscheidung, in welche Richtung wir arbeiten wollen, die wir bereits sehr früh am Freitag getroffen haben, und dann eine kleine, aber offenbar wirksame Änderung meiner Sitzposition. Ich habe mich bisher nicht 100 Prozent wohl gefühlt, nachdem zu viel Gewicht auf der Front lastete. Daher haben wir meine Körperposition auf dem Motorrad ein wenig nach hinten verlagert. Zudem haben wir die Lenker enger positioniert und einen Platzhalter am Tank angebracht. Deshalb kann ich mich jetzt auch viel besser hinter der Verkleidung klein machen. Ich fühle mich nun viel lockerer und entspannter. Ich denke, es hat auch in der Anfangsphase viel geholfen. Aufgrund dieser Massnahmen ist letztendlich dieses starke Ergebnis zustande gekommen.“

Dennoch ärgerte sich die deutsche MotoGP-Hoffnung darüber, in der letzten Runde noch von Teamkollege Johann Zarco eingeholt worden zu sein. „Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich ihn heute in der Tasche habe. Als mir kurz vor Schluss sein Rückstand mit etwas mehr als zwei Sekunden angezeigt wurde, dachte ich, das reicht,“ so Folger weiter. „Ich habe trotzdem bis zum Ende gepusht und dabei meinen Hinterreifen auf der rechten Seite komplett ruiniert. Johann hingegen verstand es besser mit seinen Reifen umzugehen. Ich konnte eigentlich nichts Anderes tun, als später zu bremsen. Doch in der Beschleunigung hatte er deutliche Vorteile. Nachdem er mich im ersten Sektor der letzten Runde überholt hatte, wollte ich es in der letzten Schikane noch probieren, ihn zurück zu überholen. Diese Attacke hätte aber sehr peinlich enden können. Daher gab ich mich mit dem sechsten Rang zufrieden.“

Mit 51 Punkten belegt Jonas Folge aktuell den achten Rang in der Gesamtwertung, acht Zähler fehlen ihm dabei auf Ducati-Pilot Jorge Lorenzo.

Text: Doreen Müller

Foto: Monster Yamaha Tech 3

 

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