Assen: Reiti „Wir können nicht so weit weg sein“

Markus Reiterberger

Markus Reiterberger kommt als Neunter in der Gesamtwertung der Superbike-WM nach Assen. Racetrack-News hat mit dem bayrischen BMW-Piloten vor dem Wochenende gesprochen.

 

Wie läuft es für Dich in der WM nach den ersten sechs Rennen?

Der Unterschied zur IDM ist schon sehr groß. Dort gab es vielleicht drei schnelle Fahrer und jetzt haben wir 15 und mehr. Generell bin ich aber gut angekommen mit dem Team in der neuen Meisterschaft. Die ersten Rennen waren schon mal ganz gut. Phillip Island und Thailand waren sehr zufriedenstellend. In Aragon ist es zum ersten Mal etwas schwierig gelaufen. Trotzdem sind wir auf einem guten Weg.

Woran lag es denn genau in Aragon?

In Thailand war alles gut. Das Gefühl auf dem Bike war noch nicht perfekt, aber die Richtung stimmte eben. In Aragon wollten wir dann den nächsten Schritt gehen. Der ist dann leider etwas nach hinten losgegangen. Wir haben mit einem schlechteren Basissetup angefangen und dann noch in die falsche Richtung gearbeitet. Das waren pro Runde zwei bis drei Zehntel, also kein Drama. Die machen dann aber eben statt Platz fünf einen Platz fünfzehn aus. Wir haben jetzt in der Zwischenzeit und beim Test viel analysiert und hoffentlich auch den Weg wieder gefunden. 

Inwiefern unterscheidet sich Deine jetzige BMW von der alten?

Wir haben andere Fahrwerkskomponenten und viel mehr Einstellmöglichkeiten am kompletten Chassis. Wir können extrem andere Einstellungen bei der ganzen Geometrie fahren. Ansonsten ist der Unterschied beim Motor und der Elektronik nicht so gravierend, da geht es mehr um Details.

Welche Teammitglieder hast Du – außer Werner Daemen noch mitgenommen?

Meinen Mechaniker den Wolfgang Kampe.

 

Du hast in Assen im letzten Jahr bei der IDM mit einem Doppelsieg den Titel geholt. Du hattest angedeutet, dass Du mit dem Setup von damals hier beginnen wolltest…

Wir haben sonst mit der BMW in Assen immer ein bisschen Probleme gehabt. Aber letztes Jahr haben wir ein gutes Setup gefunden. Ich bin mit sieben Kilo Zusatzgewicht eine 1:36,0 gefahren im Rennen und das war nur zwei Zehntel langsamer als Rea. Deswegen können wir nicht so weit weg sein. Die Daten kann man nicht eins zu eins übernehmen bei der Abstimmung, weil einfach zu viele Komponenten anders sind. Es lässt sich aber viel vergleichen und das werden wir machen.

Der Wetterbericht kann aber einen Strich durch die Rechnung machen…

Ich wünsche mir eigentlich trockene und warme Bedingungen, aber das sieht schlecht aus. Im Regen bin ich ganz gut, aber ich brauche immer ein Paar Runden mehr. Man muss sich einfach wohlfühlen. Es wäre mein erstes Mal im Regen in der WM. In der IDM habe ich mit der BMW im Regen auch gewinnen können, wenn das Setup gepasst hat. 

Wir haben dieses Jahr 25 Jahre Superbike in Assen…was war Dein  schönstes Erlebnis?

Das war ganz klar letztes Jahr in der IDM. Zwei Lauf-Siege, der Meisterschaftstitel und die schnellste Rennrunde. Das alles an einem Wochenende war definitiv das schönste Erlebnis. Bis da war ich in Assen immer höchstens Vierter. (lacht) Aber das wäre ja jetzt schon ein Traum.

 

Text: Sebastian Lack

Foto: Dominik Lack

 

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