Assen: Kevin Wahr „möchte Richtung Top 5“

Kevin WahrKevin war kommt nach Assen als 15. in der Gesamtwertung. Der deutsche Supersport-Pilot steht mit dem Team Lorini Honda am Start und wird das Rennen, das immer als zweites Heim-Rennen bezeichnet wird mit einem klaren Ziel in Angriff nehmen: Ein besseres Ergebnis einfahren als mit der Nullrunde im letzten Jahr. Damals war Wahr von Christian Gamarino abgeschossen worden. Racetrack-News hat mit dem Mann aus Nagold gesprochen.

 

Kevin, Du hast dieses Jahr vom SMS Honda-Racing-Team zum Lorini-Team gewechselt. Was hat sich denn jetzt geändert?

Zuerst einmal hat sich geändert, dass es ein Zwei-Mann-Team ist. Das ist dann aber auch schon der größte Unterschied. In einem Ein-Mann-Team geht es immer nur um Dich. Auf der anderen Seite wusste ich aber nie, ob es mit dem gleichen Motorrad nicht auch schneller geht. Von daher ist es recht gut, einen Teamkollegen zu haben. Mein eigentlicher Teamkollege Glenn Scott ist schon recht flott, aber er ist jetzt ja verletzt. Dafür fährt Ayrton Badovini und ich bin gespannt, wie er sich schlägt. Es ist interessant, Daten zu vergleichen. Auf dem Papier ist das Team Lorini definitiv ein Fortschritt. 

Arbeitest Du mit Deinem Teamkollegen so zusammen, dass Du auch auf seine Daten zugreifen kannst?

Definitiv. Das macht aber das Team schon an sich. Die vergleichen die Daten und sehen, wer besser ist. Sei es das Motor-Management oder das Fahrerische. Aber als Fahrer ist man manchmal schon eitel. Man will sich hinsetzen und den anderen studieren. 

Was hat sich bei der neuen Honda genau geändert?

Das Modell ist das gleiche, aber das Team Lorini ist schon ewig dabei. Ich habe neulich mit Jörg Teuchert gesprochen und der kannte die Mannschaft noch aus seiner aktiven Zeit hier. Die machen die Motoren selbst und haben viel Erfahrung. Nicht nur, dass das Ding Endleistung hat, sondern auch aus den Ecken rauskommt. Auch die Motorbremse spielt eine Rolle beim Tuning. Man merkt das einfach. Es funktioniert solide und die Top 5 sind definitiv möglich.

Der Saisonstart lief aber nicht so gut mit dem Sturz in Phillip Island samt Nicht-Teilnahme. Dann kamst Du besser zurecht und konntest Rang 12 und 9 holen. Was könnt Ihr tun, um die Formkurve weiter nach oben zeigen zu lassen?

Eigentlich müssen wir nur zur alten Form zurück finden. Wir waren beim Montags- und Dienstagstest auf Phillip Island waren wir schon bei Rang vier oder fünf dabei mit 0,4 Sekunden Rückstand. Wenn Du aber dreimal stürzt – wenn auch unverschuldet – möchtest Du nicht auch noch ein viertes Motorrad kaputt machen. Dadurch ist man automatisch langsamer oder vorsichtiger. Thailand war nicht optimal, aber in Aragon haben wir vor allem im Rennen wieder zurück gefunden. Da sind wir wieder gute Zeiten gefahren. Ich denke, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Letztes Jahr verlief das Assen-Rennen nicht so gut für Dich, weil Du in der letzten Schikane abgeschossen wurdest. Was sind Deine Ziele für dieses Jahr?

Das schwierig zu sagen, auch wegen der Wettervorhersage. Im Regen ist es schwierig, eine Prognose zu machen. Entweder es läuft gut und man fährt vorne mit oder man fliegt runter und ist der Depp. Wenn es trocken ist, ist das Minimum-Ziel die Top 10. Das ist aber auf jeden Fall drin. Ich möchte eher Richtung Top 5.

 

Text: Sebastian Lack, Dominik Lack

Foto: Dominik Lack

 

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