Assen: Hayden „Habe immer geträumt, in Assen zu fahren“

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Nicky Hayden hatte einen guten Start ins Wochenende. Der US-Amerikaner machte bei seiner ersten Superbike-Ausfahrt mit Regenreifen einen soliden Job. Am Ende des Freitags steht er auf Platz fünf der Qualifying-Zeitenliste. Wir haben uns mit Hayden vor dem Rennwochenende unterhalten.

Nicky, wie siehst Du den bisherigen Saisonverlauf für Dich mit der Fireblade?

Die Honda hat einen nicht ganz so guten Ruf, weil viele Fahrer mit ihr Probleme hatten. Ich wusste, dass sie nicht so einfach zu fahren sein wird und das ist sie auch nicht. Alles in allem ist sie aber konkurrenzfähig und man kann damit gute Resultate einfahren. Leider war ich nicht in der Lage ein gutes Wochenende zustande zu bringen. Wir hatten zu viele mechanische Probleme zu lösen. 

In der Vergangenheit hat man immer gesagt, dass Ten Kate in Assen gut zurecht kommt, weil sie hier viel testen. Gibt es diesen Vorteil immer noch?

Oh, das weiß ich nicht. Es ist etwas her, dass das Team hier getestet hat und da war ich auch nicht dabei. Deshalb kann man schwer von einem Vorteil sprechen. Aber natürlich ist  es die Heimstrecke mit den Heim-Fans. Das bringt noch einmal extra Energie, aber auch Druck. Das ist gut. In der Vergangenheit lief das Bike außerdem hier gut.

Du gehörst zu den Piloten, die in Assen in ihrer Karriere am meisten Erfahrungen sammeln konnten. Kannst Du das nutzen?

Ja sicher. Ich bin schon so lange nach Assen gekommen. Als Kind habe ich davon geträumt, auf dieser Strecke Rennen zu fahren. Hier gab es viele tolle Kämpfe, die auch oft in der letzten Schikane entschieden wurden. Ich hoffe also, dass meine Erfahrung hilft. Ich glaube aber auch, dass es Fahrer gibt, die bessere Erfahrung hier haben als ich. Allein in Sachen Reifen und dann in Kombination mit den Superbikes. Bei den trickreichen Bedingungen kann das durchaus eine große Rolle spielen. 

Assen ist also eine Strecke, die Du sehr gut kennst. Es gibt aber viele Strecken – zum Beispiel Thailand – wo das nicht so ist. Ist es schwieriger, neue Strecken mit einem Superbike zu lernen oder mit einem MotoGP-Bike?

Die Superbikes sind vielleicht ein bisschen einfacher, weil sie einfach mehr Fehler verzeihen. Andererseits müssen wir am Samstag-Nachmittag bereit für das Rennen sein. Ich war zwar auch bei den Tests immer recht schnell auf der Strecke, aber eben nicht in der Lage, alles für ein Rennen zusammenzubringen in so kurzer Zeit. Ich würde also sagen, dass es wegen des Zeitplans in der Superbike-WM doch schwieriger ist, neue Strecken zu lernen. 

 

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