Assen-GP: Rossi “strategisch nicht sehr clever”

Valentino Rossi beendete den großen Preis der Niederlande auf dem TT Circuit in Assen als Fünfter. Der Italiener startete von Platz drei aus und war Teil der siebenköpfigen Spitzengruppe, die den Zuschauern ein MotoGP-Rennen der Extraklasse bot.

“Das war ein wildes Rennen. Ich bin froh, dass ich vorn mit dabei war, denn da war es das ganze Rennen über spannend. Gleichzeitig bin ich aber traurig, weil ich denke, dass ich das Potenzial für das Podium gehabt hätte.”, so der 39-Jährige. Gleich im ersten Renndrittel kam es zu einigen haarigen Aktionen, wie einer Szene, in der Rossi dem vor ihm fahrenden Jorge Lorenzo ins Heck krachte. Lorenzo war zuvor am Innencurb weggerutscht.

Von da an zeigte sich Rossi eher unauffällig. “Ich habe versucht den Abbau der Reifen zu kontrollieren, weil ich hinten die weiche Option drauf hatte. Deshalb wusste ich, dass ich am Ende ziemlich am Limit sein würde. Bei noch vier oder fünf zu fahrenden Runden habe ich versucht anzugreifen. Das hat gut geklappt und ich war an zweiter Stelle.”

Vorn hatte sich zu diesem Zeitpunkt Marc Marquez ein Herz gefasst und in Führung liegend das Tempo angezogen. Einige Meter hatte der Weltmeister eingangs von Runde 24 zwischen sich und die Gegner gebracht. Rossi hatte frisch Rang zwei übernommen, wurde jedoch sofort wieder von Andrea Dovizioso angegriffen, der seinerseits auf das Podium wollte. Beim Versuch gegenzuhalten mussten er und Rossi einen weiten Weg gehen.

“Als ich mit Dovizioso gekämpft habe, hat er versucht mich in der ersten Kurve zu überholen. Er kam aber sehr spät an und so musste ich leider von der Strecke gehen. Wir haben viel Zeit verloren, ganz besonders ich. Das war ein aggressives Manöver, wie es sie das ganze Rennen über gab. Hier war es aber strategisch nicht sehr clever. Ich glaube, dass Dovi und ich das Potenzial für das Podium gehabt hätten. So sind wir aber nur auf Platz vier und fünf angekommen.”

Für Valentino Rossi bedeutet das fünfte Platz, dass sein Rückstand auf Marc Marquez nun bei 41 Punkten liegt. Auch Teamkollege Maverick Vinales liegt in der Gesamtwertung als Dritter nur noch sechs Punkte hinter dem Publikumsliebling. Mit dem Sachsenring geht es für Rossi an eine Rennstrecke, auf der er seit 2015 nicht mehr auf dem Podest war. Der letzte Sieg in Deutschland ist sogar schon neun Jahre her (2009 gewann Rossi vor seinem damaligen Teamkollegen Jorge Lorenzo).

 

Text: Dominik Lack

Foto: Jörg Klöppner (JK Sportsfoto)

 

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