Assen-GP: Öttl „Vorspiel für den Sachsenring“

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Philipp Öttl geht als WM-Fünfzehnter in das Assen-Wochenende. Der Deutsche, der nach seiner Handgelenksverletzung in Barcelona zurück auf die Strecke kam, konnte auf dem TT Circuit letztes Jahr Platz 10 einfahren. Wir haben im Vorfeld mit Philipp gesprochen.

 

Philipp, magst Du für uns die Strecke hier in Assen mal ein bisschen beschreiben?

Der erste Sektor ist recht eng mit engen Kurven. Danach kommen aber richtig schnelle Stücke, wo man wirklich Vollgas geben muss. Dann kommen auch ein Paar überhöhte Kurven und am Ende haben wir natürlich die Schikane. Da ist dann „Zeit für Dramen“. Es ist alles in allem eine schwierige Strecke, aber eine schnelle. Für die Moto3 ist es, manchmal schon recht schwer zu überholen. Aber ich finde sie schön.

 

Merkt man sehr die Nähe zu Deutschland?

Man merkt es schon. Es werden viele deutsche Fans da sein und das ist auch ein bisschen ein Vorspiel für den Sachsenring.

 

Was ist bei Deinem jetzigen Stand ein realistisches Ziel für das Wochenende?

Ich kann es ehrlich nicht sagen. Ich muss schauen wie die ersten Trainings laufen und wo wir im Qualifying stehen. Wir wollen uns einfach weiter steigern und da weitermachen, wo wir vor dem Sturz waren. Wir waren nämlich eigentlich auf einem guten Weg.

 

Trainierst Du mittlerweile wieder normal?

Ja mittlerweile wieder ganz normal. Meine Hand gibt schon wieder sehr viel her. Es fehlt halt einfach ein bisschen an Sicherheit. Es geht aber auf jeden Fall in die richtige Richtung. Ich war auch schon wieder beim Supermoto-Training und da habe ich die Verletzung kaum gespürt und das war auch schon ein gutes Zeichen. Ein Rennmotorrad zu fahren ist natürlich wieder was anderes, aber beim Training daheim muss ich eigentlich keinerlei Abstriche machen.

Sicher bin ich in Sachen Gewichte noch nicht wieder auf dem Level, aber das kann ich auch noch gar nicht sein, weil einfach die Muskulatur generell abgenommen hat. Als ich mit der Hand nicht trainieren konnte, habe ich mich eben mehr auf den Bauch, Rücken, Rumpf und die Beine konzentriert.

 

Hast Du denn schon immer viel Wert auf das gezielte Training bestimmter Muskelbereiche gelegt?

Seit dem ich in der WM fahre habe ich ja einen Trainer. Da haben wir am Anfang sehr viel herausgearbeitet und seit dem trainiere ich auch so und es gibt keine Probleme. Sicher geht einem manchmal im Rennen auch die Kraft aus, aber das ist auch bei jedem so. Wir haben uns schon ein gutes Programm zusammen gelegt. Das ändert sich zwar immer mal wieder etwas, aber im Großen und Ganzen bleibt es gleich. 

 

 

 

Text: Dominik Lack

Foto: Dominik Lack

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