Assen-GP: Martin nutzt die Gunst der Stunde

Jorge Martin gewann den großen Preis von Assen in der Moto3-Klasse. Der Spanier konnte als erster Pilot überhaupt ein Moto3-Rennen von der Pole Position gewinnen. Martin nutzte die Unsicherheit der Gegner, um sich die Führung in der WM-Wertung zu sichern. 

 

Jorge Martin verteidigte seine erste Startposition und bog als Erster in die erste Kurve ein gefolgt von Enea Bastianini und Lorenzo dalla Porta. Nicolo Bulega konnte seine gute Startposition nicht umsetzen und fiel auf Platz zwölf zurück. Philipp Öttl verlor nach Runde eins zwei Positionen und reihte sich auf Rang 16 ein.

Vorn versuchte Martin sich abzusetzen. Das sah auch Marco Bezzecchi, der mit seiner KTM in die Honda-Armada vordrang und die Verfolgung aufnahm. Nach ein Paar Runden fühlte sich allerdings Aron Canet eher in der Lage den Führenden einzuholen und setzte sich auf Platz zwei. Der Angriff von Canet ließ nicht lange auf sich warten. In Runde fünf ging der Spanier in Führung.

Es kristallisierte sich eine fünfköpfige Spitzengruppe heraus, zu der sich neben Canet, Martin, Bezzecchi und Bastianini auch John McPhee gesellte. Die Führung des Rennens änderte sich laufend. Zur Mitte der Distanz war es wieder Jorge Martin, der die Pace machte. Der Gresini Racing Pilot bekam einen kleinen Vorsprung in die Hände gespielt, als es eine Unsicherheit bei seinen Gegnern gab, die durch den weit gehenden Bezzecchi irritiert waren.

Während Martin vorne unangefochten gewann, dezimierte sich die Zahl der Podiumskandidaten in den letzten zwei Runden. Zuerst crashte John McPhee, eine Runde später fiel auch Marco Bezzecchi aus dem Rennen. Um Platz zwei kämpften bis zur Schikane noch Canet und Bastianini. Letztlich konnte sich der Spanier durchsetzen. Hinter Bastianini wurde Jaume Masia Vierter gefolgt von Jakub Kornfeil, dalla Porta und Darryn Binder. 

Philipp Öttl wurde letztlich ein Opfer der vielen Zeitstrafen, die die Rennleitung während des Rennens verhängte. Öttl hatte im Getümmel die Zielschikane abkürzen müssen und sollte sich anschließend 1,8 Sekunden zurückfallen lassen. Er kam als 17. ins Ziel.

 

Die Ergebnisse können hier eingesehen werden.

 

Text: Dominik Lack

Foto: Jörg Klöppner, JK Sportsfoto

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