Assen-GP: Bagnaia der führende Rookie im Interview

Francesco Bagnaia ist derzeit der schnellste Rookie der Moto2-Klasse. Der 20-Jährige konnte im letzten Jahr auf dem holländischen Kurs seinen ersten GrandPrix gewinnen – damals noch in der Moto3-Klasse. In dieser Saison holte Bagnaia 6-mal Punkte und stand zweimal auf dem Podium. Wir haben uns mit dem Sky VR46-Fahrer im Vorfeld getroffen.


Du kommst als führender Rookie nach Assen. Wie zufrieden bist Du mit den ersten Rennen dieser Saison?
Ich bin mit den ersten sieben Rennen sehr zufrieden, weil wir bis auf Barcelona überall schnell waren. Auch in Mugello war es für mich etwas schwierig, vorne mitzufahren, weil ich nach einem Qualifying-Crash von Platz 16 aus gestartet bin. Im Rennen bin ich dann nach einer Berührung mit Corsi fast gestürzt. Sowas ist in einem Lernjahr aber normal. Barcelona war für mich sehr schwierig, weil die Strecke in einem merkwürdigen Zustand war. Ich kam mit den Reifen dort nicht zurecht. Wir hatten nämlich den S-Reifen und den finde ich normalerweise nicht so gut, weil er so hart ist.

Du sagst, dass Du den harten Reifen nicht magst. Woran liegt das genau?

Wenn ich das Gas aufmache, möchte ich gern Grip spüren. Mit dem S1-Reifen ist das aber nicht so einfach. Man muss sehr sanft zu Werke gehen und es ist schwierig, die Power auf den Boden zu bringen. Ich denke aber, dass das größere Problem für mich darin besteht, dass ich den Reifen nach sieben Runden zerstört habe.


Vergleichen wir die Moto2- und die Moto3-Maschine. Kannst Du Erfahrungen von damals auch jetzt nutzen?
Das Motorrad ist natürlich viel schneller und das merkt man. Außerdem ist es mit 140Kg viel schwerer. Das macht es schwer bei Richtungswechseln und beim Einlenken in die Kurven. Wenn man das aber erstmal verstanden hat, kann man sich darauf einstellen. Für mich waren nur die ersten zwei Rennen schwierig, denn man muss manchmal sogar während des Rennens seinen Fahrstil ändern. Du startest mit viel Grip und Benzin. In der Rennmitte lässt dann der Reifen nach und es wird viel schwieriger, das Motorrad zu steuern.


Wie arbeitest Du während der Trainings an Deinem Fahrstil?

Wir haben unseren Riding Coach und er hilft uns sehr dabei zu verstehen, was beim Bike passiert. Ich finde es sehr wichtig mit so jemandem zusammen zu arbeiten.

 

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