Argentinien-GP: Vinales behält die Nerven und siegt erneut

Maverick Vinales schaffte beim Argentinien-GP etwas, was zuletzt Kenny Roberts Jr. 1999 gelungen war: Der Spanier gewann auch das zweite Rennen auf einem neuen Motorrad. Das Podium wurde komplettiert von Valentino Rossi und Cal Crutchlow, der nach drei Nullrunden in Folge endlich den Weg an die Spitze fand.

Den besten Start hatte Marc Marquez, der von der Pole Position in beeindruckender Weise nach vorn preschte. Der Weltmeister ging mit einem Vorsprung von 1,5 Sekunden aus der ersten Runde heraus, während das Rennen für den gestürzten Jorge Lorenzo schon nach der ersten Kurve zu Ende war. 

An zweiter Stelle reihte sich zunächst Cal Crutchlow ein, der jedoch bald von Maverick Vinales überholt wurde. Der Katar-Sieger nahm die Verfolgung von Marquez auf, die jedoch bald keinen Bestand mehr haben sollte. Nach vier Runden wurde dem Führenden nämlich das zweite Mal an diesem Wochenende Kurve 2 zum Verhängnis. Marquez flog über das Vorderrad ab und fiel aus. 

Von da an gab es für Vinales kein Halten mehr. Der Spanier setzte sich mit schnellsten Rennrunden von Crutchlow und Valentino Rossi ab. Hinter dem Führungstrio kämpften Johann Zarco, Danilo Petrucci, Alvaro Bautista und Dani Pedrosa um Platz vier. Während in dieser Gruppe drei Hersteller vertreten waren, konnte Suzuki nicht mitspielen. Andrea Iannones Rennen war nach einem Jump Start dahin und Alex Rins kam zu Sturz. Einen weiteren Ausfall gab es für Sam Lowes, der mit einem Getriebeproblem an die Box fuhr.

Auch für Repsol Honda endete das Rennen desaströs. Nach Marquez stürzte auch Dani Pedrosa über das Vorderrad. Kurz darauf wurden der Ausfallliste zwei weitere Namen hinzugefügt, als Aleix Espargaró das Vorderrad verlor und Andrea Dovizioso ins Aus beförderte.

Sieben Runden vor Schluss fasste sich Valentino Rossi ein Herz und ging an Cal Crutchlow vorbei auf den zweiten Platz. Der Brite versuchte erst, am Italiener dran zu bleiben, konnte dessen Tempo aber nicht mitgehen und begnügte sich mit Platz drei. Vorn gewann Vinales mit einem Vorsprung von 2,9 Sekunden. Vierter wurde Alvaro Bautista vor Johann Zarco.

Jonas Folger fuhr nach gutem Start um die hinteren Top 10-Plätze und verhielt sich das Rennen über unauffällig. Ab der Mitte der Distanz drehte der Deutsche jedoch auf und kämpfte sich nach vorn. Am Ende ging er an Petrucci vorbei und fuhr als Sechster über die Ziellinie. Petrucci, Redding, Jack Miller und Karel Abraham rundeten die Top 10 ab. 

 

 

Text: Dominik Lack

Foto: Movistar Yamaha

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