Argentinien-GP Update: Extra Warmup und neuer Hinterreifen

Statement regarding the Argentina GP following team meeting

Ein extra Warm-Up und ein neuer Hinterreifen soll beim argentinischen Grandprix Sonntagmorgen eingeführt werden, um weitere Probleme mit dem Michelinreifen zu vermeiden. Mit dieser Entscheidung reagierten die Verantwortlichen auf die heutigen Zwischenfälle im FP4 der Königsklasse. 

Was war passiert? Octo Pramac Yaknich Pilot Scott Redding platzte der Hinterreifen im FP4, was für viel Aufsehen und Unsicherheit im Fahrerfeld sorgte. Zwar kam der Brite nicht zu Sturz, doch die Session musste mit zwei roten Flaggen abgebrochen werden. „Es war wirklich beängstigend“, erklärte Redding nach dem Vorfall.  „Ich fühlte ein Klappern am hinteren Reifen, als hätte mich etwas getroffen. Ich sah Stücke des Bikes überall wegfliegen. Ich dachte, der Reifen ist explodiert und war bereit für einen schlimmen Sturz.“
 
Reddings Reifen – ein medium compound mit gerade einmal sieben Runden Laufzeit – wird  aktuell noch immer von Michelin Technikern geprüft, um die Ursachen des Fehlers zu bestimmen. Solange jedoch nicht ganz klar ist warum der Hinterreifen geplatzt ist, wurden seitens Michelin alle Hinterreifen aus Sicherheitsgründen eingezogen und ein spezieller Hinterreifen in vierfacher Anzahl für jeden MotoGP-Fahrer zur Verfügung gestellt.
 
Der neue Hinterreifen, der Sonntag eingeführt werden soll, ist härter aufgebaut und soll besser mit den harten Belastungen und Temperaturen auf dem argentinischen Circuit zurechtkommen. Inwiefern sich die neue Reifenmischung positiv oder negativ auf die Pace auswirkt, ist allerdings unklar.
 
Um den Teams jedoch eine Möglichkeit zu geben sich vor Rennstart mit der neuen Situation arrangieren zu können, hat die Rennleitung beschlossen ein zusätzliches 30 minütiges Warm-Up für die MotoGP, um 9:00 Uhr Ortszeit hinzuzufügen. Des Weiteren wurde den Piloten für diese zusätzliche Zeit auf der Strecke ein zusätzlicher Vorderreifen zugestanden.
 
Wie gefährlich, so ein Reifenplatzer werden kann, zeigte bereits der Zwischenfall von Loris Baz beim Sepang-Test. Dem Franzosen war auf der Zielgeraden der Hinterreifen schier aufgeplatzt, er stürzte bei 290 km/h blieb jedoch erstaunlicherweise nahezu unverletzt. Daraufhin hatte Michelin die weiche Hinterradmischung zurückgerufen. Auch die Rennkommission reagierte mit technischen Regelungen auf diesen Horror-Crash. Das bei Michelin jedoch das Reifenproblem noch nicht gelöst werden konnte, zeigte der gestrige Trainings- und Qualifying-Tag deutlich.
 
 
Foto: motogp.com

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