Argentinien-GP: Schrötter “Wochenende verlief katastrophal”

Marcel Schrötter startet beim Großen Preis von Argentinien aus der siebten Startreihe. Der Bayer qualifizierte sich im Regen am Samstag als 20. hinter dem Italiener Romano Fenati.

Für Schrötter ging in der Qualifikationssitzung nicht viel zusammen. Am Ende fehlten dem einzigen Deutschen im Moto2-Feld 2,448 Sekunden auf den Polesetter und Teamkollege Xavi Vierge. “Ehrlich gesagt fehlen mir die Worte.” fasste Schrötter die beiden letzten Tage zusammen. “Bis jetzt verläuft dieses Wochenende katastrophal. Obwohl alles noch relativ normal begonnen hat, bringen wir es einfach nicht auf den Punkt. Die Misere begann am Freitagnachmittag in FP2, wo ich keine anständige Runde zusammenbrachte. Mitunter spielte auch der einsetzende Regen eine Rolle sowie auch schlechtes Timing.” 

Nachdem zumindest der Freitag noch trockenes Wetter für die Piloten zu bieten hatte, fanden das FP3 und das Qualifying auf nassem Untergrund statt. “Im Regen hat unser Setting überhaupt nicht funktioniert. Trotzdem ist uns schlussendlich noch ein gewaltiger Schritt in dieser Hinsicht gelungen. Im Qualifying wurde das Gefühl Runde für Runde besser. Meine Rundenzeit in der letzten Minute ist angesichts der Umstände gar nicht so schlecht. Immerhin konnte ich mich um mehr als zwei Sekunden gegenüber heute Vormittag verbessern. In FP3 waren allerdings die Streckenverhältnisse deutlich besser. Es gab viele trockene Abschnitte, die man gut nutzen konnte. Wir haben uns auf jeden Fall verbessert. Doch vielleicht hätte ich ein bisschen aggressiver sein müssen. Damit will ich sagen, dass ich eventuell schon früher auf Rundenzeiten hätte schauen müssen. Doch wenn das Vertrauen fehlt, was ich in FP3 nicht aufbauen konnte, dann wird es eben umso schwieriger, wenn es um die Zeitenjagd geht.”

“Den Kopf hängen lassen gibt es trotzdem nicht. Wir werden versuchen ein paar Sachen noch zu verbessern. In den Beschleunigungsphasen einiger Kurven haben wir massive Probleme den Grip, der ja teilweise vorhanden ist, zu nutzen. In dieser Hinsicht passt der Hinterreifen nicht zum Rest des Motorrades. Das Motorrad wird brutal nervös und beginnt sich aufzuschaukeln. Ich komme daher gar nicht an den Punkt, wo ich Vollgas fahren kann. Wir müssen also eine Lösung finden, dass das flüssiger und harmonischer funktioniert und ich somit den Grip nutzen kann. Besonders auf die Gegengerade, wo man den Schwung mitnehmen muss, habe ich echte Probleme zu beschleunigen. Auf einer langen Gerade wie dieser bleiben schnell drei, vier Zehntel liegen. Das müssen wir uns jetzt anschauen und sehen, was wir verbessern können. Ich hoffe auf ein trockenes Rennen morgen und wir werden versuchen das Beste daraus zu machen. Soweit ist es also ein kompliziertes Wochenende für uns. Im Moment weiss ich ehrlich gesagt gar nicht, wie das Wetter morgen sein soll und im Rennen kann sich sowieso wieder alles ändern. Daher ist noch nichts verloren. Ausserdem bin ich im Rennen normal immer stärker. Die Voraussetzungen mit Startplatz 20 sind allerdings sehr ungünstig, sowie wir dort überhaupt nicht hingehören. Mein Fokus ist trotzdem voll und ganz auf das Rennen ausgerichtet. Ich werde wie immer mein Bestes geben und versuchen so viele Punkte wie möglich zu holen. Abschliessend noch Glückwunsch zur Poleposition an meinen Teamkollegen Xavi. Saustarke letzte Runde, Hut ab.”

Zur Zeitenliste der Moto2 geht es HIER

 

 

Text: Dominik Lack

Foto: IntactGP

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