Argentinien-GP: Schrötter betreibt Schadensbegrenzung

Marcel Schrötter erreichte im Moto2-Rennen von Argentinien Platz zehn. Damit ließ der Deutsche seine Crew nach einem harten Wochenende aufatmen. Ganz zufrieden war er dennoch nicht. 

Marcel Schrötter hatte den Sonntag schon im WarmUp vielversprechend begonnen. In der nassen Session belegte er den achten Rang. Im Rennen dann startete er von seinem 20. Startplatz gut und konnte einige Positionen gutmachen. Schon zur Rennmitte kämpfte der Bayer mit Francesco Bagnaia und Iker Lecuona um die Punkte. “Ich bin mit dem Rennen nicht hundertprozentig zufrieden.” so der 25-Jährige. “Ich habe zwar zehn Positionen gut gemacht, aber letztlich war es mehr Schadensbegrenzung.”

Von Schadensbegrenzung sprach Schrötter, weil er an keinem der beiden Trainingstage die Pace für die Top 15 gehen konnte, die er beim Saisonauftakt in Katar zeigte. “Ich hoffe, dass dieses Wochenende eine Ausnahme war. Es war einfach so kompliziert und es ist wirklich gar nichts rund gelaufen.” Besonders schwierig wurde es für ihn auch durch das Wetter. Im Moto3-Rennen zuvor war die Strecke nass gewesen und hatte beim Moto2-Start noch nicht zu 100 Prozent aufgetrocknet. Neben der Ideallinie waren besonders in der Anfangsphase noch viele nasse Stellen auf dem Asphalt.

“Wenn man bei solchen Verhältnissen von Position zwanzig losfährt, ist das oft noch schwieriger. Man kann da nicht irgendwo reinstechen, weil die Innenlinie noch feucht ist. Ich bin aggressiv gefahren und so muss ich generell die Rennen öfter angehen. Vom Speed her hätte ich die Gruppe vor mir einholen können, leider waren die, als ich auf die Position elf vorgefahren bin, schon zu weit weg. Lecuona hat mich immer wieder attackiert und als ich vorn war, bin ich dadurch nicht richtig weg gekommen. Durch seine Überholversuche sind wir rund eine Sekunde langsamer gefahren. Zum Schluss ist Bagnaia durchgerutscht und wir haben uns danach weiterhin bekämpft. Ich konnte mich zwar vorne halten, habe mich auch Bagnaia wieder angenähert, aber dann war das Rennen auch schon vorbei. Ich bin natürlich enttäuscht, aber wir haben immerhin noch Punkte mitgenommen und das war wichtig. Wir müssen aus diesem Wochenende lernen und in Austin wieder angreifen. Ich möchte meinem Team danken, denn das war sicherlich auch für sie kein leichtes Wochenende. Alle stehen immer hinter mir, motivieren mich und ich möchte auch Xavi gratulieren. Er hat ein super Wochenende erwischt und ich hoffe, dass wir das nächste Mal auch wieder vorn mit dabei sind.”

 

Text: Dominik Lack, Intact GP

Foto: Intact GP

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