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Argentinien-GP: Pasini lässt die Gegner ackern, Podium für Vierge!

Mattia Pasini gewann in Argentinien das Rennen der Moto2-Klasse und sicherte sich damit die WM-Führung. Der 32-Jährige nutzt in den letzten Runden noch einmal alle Reserven und ließ seinen Gegnern keine Chance. 

Anders als das Moto3-Rennen wurde das Moto2-Rennen als Trockenrennen gestartet. Am besten kam Xavi Vierge von der Pole weg, wurde jedoch verfolgt von Lorenzo Baldassarri und Miguel Oliveira. Baldassarri ging noch in Runde eins in Führung und versuchte sich abzusetzen. Jules Danilo beendete die erste Runde nicht. Der Franzose fuhr mit Kupplungsproblemen an die Box.

Auf Platz drei schob sich Mattia Pasini während sich dahinter Alex Marquez und Oliveira balgten. Für Oliveiras Teamkollege Brad Binder früh vorbei: Der KTM-Fahrer krachte ins Heck von Jorge Navarro, welcher denn auch mit verbogenem Auspuff in die Box fuhr.

Die Spitze wechselte schon nach drei Runden, als Pasini die Führung übernahm. Währenddessen musste Marquez weit gehen und fand sich in der Gesellschaft von Dominique Aegerter auf Platz sechs wieder. Turbulent ging es vorne weiter als Vierge Baldassarri angriff, fast stürzte und auf Platz fünf zurückfiel.

Trio Infernale

Anschließend formierte sich ein Spitzentrio aus Pasini, Oliveira und Baldassarri, das von Marquez verzweifelt gejagt wurde. Keine Rolle spielte dabei Katar-Sieger Pecco Bagnaia, der nur auf Platz zwölf unterwegs war und mit Marcel Schrötter kämpfte. Bei noch elf zu fahrenden Runden ging Oliveira in Führung während der Asphalt auf dem Circuit Termas de Río Hondo fast trocken war. Pasinis Konter ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Bei dem harten Manöver fiel Oliveira auf Platz drei zurück, was für versteinerte Mienen in der Ajo-Box sorgte.

Zwischen Pasini und Baldassarri entstand eine Lücke von einer halben Sekunde. Da “Balda” diesen Rückstand nicht wettmachen konnte und von hinten Vierge mit der schnellsten Rennrunde nahte, schob sich Oliveira wieder an auf Platz zwei und fuhr seinerseits die schnellste Runde. Vierge überholte bald darauf Baldassarri und so waren die Karten an der Spitze neu gemischt.

Der Schlusssprint

Bei noch sechs zu fahrenden Runden hatte es Xavi Vierge bis auf Platz zwei geschafft und durch einige Scharmützel war die Spitzengruppe auf fünf Piloten angewachsen, da auch Alex Marquez den Anschluss wiederfand. Das Tempo von Mattia Pasini war jedoch zu hoch für die hinteren beiden Piloten und so ging der Sieg doch über drei Piloten:

Pasini und Vierge lieferten sich zunächst ein packendes Duell und schoben sich gegenseitig die schnellsten Rennrunden zu. In der letzten Runde war denn auch Oliveira wieder mit von der Partie. Pasini jedoch konnte noch einmal nachlegen und fuhr als Sieger vor Vierge und Oliveira über die Linie. Dahinter kamen Lorenzo Baldassarri, Alex Marquez und Remy Gardner ins Ziel. Marcel Schrötter machte nach seinem Start von der 20. Position aus viele Plätze gut und kämpfte das Rennen über um Platz neun. Am Ende wurde der Deutsche hinter Dominique Aegerter und Pecco Bagnaia Zehnter.

Die Rennergebnisse der Moto2 gibt es HIER

Stimmen vom Podium

Mattia Pasini (P1) “konnte bis zum Schluss pushen”

“Ich bin nur bei mir gewesen und habe mich auf das Rennen fokussiert, Kurve um Kurve und habe versucht keinen Fehler zu machen. Das war mein Ziel vor dem Start. Ich war recht schnell und habe mich auf dem Bike recht wohl gefühlt. Das Rennen war unglaublich, denn ich konnte von der ersten Runde bis zum Schluss pushen und auch die Überholversuche der anderen managen. Das war wichtig. Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind. Nun müssen wir auf diesem Level bleiben und versuchen jeden Sonntag um das Podium oder die Top 5 zu fighten. Das ist das Ziel.”

Xavi Vierge (P2) “Mattia war heute so schnell”

“Ich habe alles versucht. In der letzten Runde habe ich auf der Gegengeraden etwas verloren und war nicht nah genug zum überholen. Ich habe es im letzten Sektor probiert, aber Mattia war beim Umlegen von links auf rechts schneller und ich konnte in der letzten Kurve nicht überholen. Trotzdem glaube ich, dass wir ein gutes Rennen gemacht haben. Am Anfang habe ich zwei oder drei Fehler gemacht und die Spitzengruppe verloren. Aber dann konnte ich jede Runde meine Zeiten verbessern und sie wieder einholen. Ich habe in der letzten Runde alles versucht, aber Mattia war heute so schnell. Ich bin dennoch glücklich. Die zweite Position ist gut für die Meisterschaft.”

Miguel Oliveira (P3) “Linien waren nicht defensiv genug”

“Ich glaube ich habe einfach viele Türen offen gelassen, vor allem in der letzten Kurve. Ich wusste, dass es im Rennen nur eine Linie und wenig Stellen zum Überholen gibt. Ich habe mich gut gefühlt. Der Rhythmus und der Speed waren da. Meine Linien waren, denke ich, nur nicht defensiv genug. Ich hatte etwas Pech herausgedrückt zu werden und viel Zeit zu verlieren. Bei noch drei Runden ist dann auch Vierge vorbeigegangen und es gab nicht viel was ich tun konnte. Die Situation sieht aber sehr positiv aus. Wir haben viele Punkte mit nach Hause gebracht und kommen zu unserer normalen Performance zurück. Ich bin froh über dieses Podium.”

 

Text: Dominik Lack

Foto: MotoGP.com

 

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