Argentinien-GP: Michelin bringt zusätzliche Mischung

Die Runde zwei der MotoGP-Saison 2108 steht vor der Tür. Wie auch beim Nachtrennen von Katar spielt auch in Argentinien die Reifenwahl eine große Rolle. Das haben in der Vergangenheit Rennen wie 2015 gezeigt, als Valentino Rossi wegen einer anderen Mischung den entflohenen Marc Marquez einholte und gewann.
Hohe Temperaturen machen es nicht nur den Fahrern selbst, sondern auch den Reifentechnikern von Michelin schwierig. Auch die Beschaffenheit des Asphalts auf dem 4,806 Kilometer langen Kurs stellt hohe Anforderungen an die Reifen: Teile der Strecke wurden für 2018 neu asphaltiert. Dadurch gibt es keine Daten, auf denen man verlässlich aufbauen kann.


Michelin reagiert auf diese Situation mit einer zusätzlichen vierten Slick-Mischung (Medium). Die meisten Reifenmischungen werden symmetrisch sein, lediglich der harte Hinterreifen hat einen asymmetrischen Aufbau mit einer härteren rechten Flanke (anders ist dies bei den Regenreifen, bei denen alle Hinterreifen asymmetrisch sind). Das Layout des Circuito Termas de Rio Hondo beinhaltet neun Rechts- und fünf Linkskurven.


Eine zusätzliche Schwierigkeit besteht außerdem in der Logistik des Rennwochenendes von Argentinien: Die Strecke liegt 1100km vom Flughafen Buenos Aires entfernt. Das gesamte Fahrerlager und so auch der Reifenservice von Michelin hat also eine lange Reise vor sich.


„Argentinien ist eine Strecke, die uns vor eine Vielzahl von Herausforderungen gestellt hat“ so Piero Taramasso, Leiter der Michelin-Motorsport Zweiradsparte. „Es ist eine Strecke, die sehr heiß sein und viel Grip haben kann und wo es aber auch regnen und die Temperatur ziemlich stark fallen kann. Für jede Eventualität müssen wir also vorbereitet sein. Dieses Jahr gibt es zusätzliche Unbekannte wie die Neuasphaltierung einiger Streckenabschnitte. Wir kommen also mit wenig Wissen darüber an, was wir dort erwarten können.“

 

Text: Dominik Lack
Foto: Michelin

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