Argentinien-GP: Marquez siegt im Südamerika-Krimi

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Viel Unsicherheiten und einen regelrechten Rennsportkrimi bot der Grandprix in Südamerika. Aufgrund des Zwischenfalls von Redding in FP 4 gab es bereits im Vorfeld einige technische Änderungen für den zweiten Lauf in der Königsklasse. Die richtige Strategie und den nötigen Speed an diesem Tage hatte am Ende Repsol Honda Pilot Marc Marquez.

Das Wetter in Argentinien und die bestehenden Reifenprobleme bei Michelin durchkreuzten an diesem Wochenende gleich mehrfach die Pläne der Rennleitung und so musste mit mehreren Varianten zu Rennbeginn gerechnet werden. Zum Start hieß die Weisung Flag-to-Flag und somit war ein Wechsel zwischen der 9. und der 12. Runde für alle MotoGP-Piloten vorgeschrieben.

Beim Start gut weg kam Jorge Lorenzo. Der Spanier setzte sich in der ersten Kurve durch, jedoch kam es dabei zwischen Marquez und Lorenzo fast zu einer Berührung. Doch bereits nach der langen Geraden zeigte sich die Ducatipower von Andrea Dovizioso und der Italiener übernahm die Führung vor Rossi, Lorenzo und Marquez. Jorge Lorenzo hingegen verlor weiterhin deutlich an Boden und wurde bereits in der ersten Runde weiter nach hinten durchgereicht. Zwischenzeitlich kämpften Marquez und Dovizioso um die Führung, aber auch Valentino Rossi mischte ordentlich in der Top 3 mit und konnte sich als Zweitplatzierter an den Spanier ranheften.

Jorge Lorenzo hingegen schloß auf die Top 5 nicht mehr auf. Ein Sturz in der fünften Runde beendete das Rennen für den amtierenden MotoGP-Weltmeister. Aber auch beide Ducati-Piloten Andrea Iannone und Andrea Dovizioso fuhren hart am Limit und riskierten bereits zu Beginn ihr Ausscheiden. Von dem Duell profitierte Maverick Vinales, der an beiden Italiener vorbeigehen konnte.

In der neunten Runde attackierte Valentino Rossi erstmalig Marquez, konnte die Linie jedoch nicht halten und musste den Repsol Honda Piloten wieder an sich vorbei lassen. Und während der Großteil des Fahrerfeldes bereits in Runde 9 auf das zweite Bike wechselten, attackierten sich Rossi und Marquez weiterhin an der Spitze. Selbst in der Einfahrt zur Boxengasse klebte der 9-fache Weltmeister an dem 23-Jährigen ran. Jedoch kam Tito Rabat bei Rückkehr auf die Stecke dem Italiener in die Quere und verschaffte Marquez einen zeitlichen Vorsprung.

Fünf Runden vor Schluss zeigten sich Probleme beim Dottore. Der Italiener konnte nicht mehr die Geschwindigkeit mitgehen und musste Marquez ziehen lassen. Vinales und Iannone nutzen dies und saugten sich an den Yamaha Piloten ran. Der junge Spanier witterte einen zweiten Platz und versuchte Rossi mehrfach anzugreifen, erwischte jedoch eine nasse Stelle auf der Strecke und warf seine Suzuki drei Runden vor Schluss weg. Aufatmen konnte Rossi allerdings nicht, denn die italienische Doppelspitze Iannone/Dovizioso lauerte auf den Plätzen 3 und 4 und machten seine Podiumsträume fast zu Nichte. Doch diesmal sollte sich der interne Kampf rächen, Iannone räumte sich und seinen eigenen Teamkollegen in der letzten Kurve ab.

Marc Marquez entschied den Argentinien GP somit für sich, gefolgt von Valentino Rossi und Dani Pedrosa. Eugene Laverty erreichte als Vierter die Ziellinie, dahinter Hector Barbera (Avintia Racing), Pol Espargaro (Monster Yamaha Tech 3) und ein starker Stefan Bradl auf Rang 7.

Der aus dem Rennen genommene Andrea Dovizioso schob sein Bike als 13. über die Ziellinie und konnte somit noch wenige WM-Punkte mitnehmen.

Miller, Hernandez und Baz schieden aus. Ebenso wie Scott Redding aufgrund eines technischen Defektes.

Die gesamten Ergebnisse des Argentinien-GP könnt Ihr HIER einsehen.

 

Text: Doreen Müller

Foto: motogp.com

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