Argentinien-GP: Intact-Fahrer stärker unterwegs

Über ganze 18 lange Runden führte Sandro Cortese im zweiten Grand Prix der Saison 2017, welcher im argentinischen Termas de Rio Hondo stattfand, eine Gruppe von mehr als elf Fahrern an. Vom Start weg aus der dritten Reihe blieb dem 27-Jährigen keine Sekunde zum Durchatmen. Nach den Schwierigkeiten in Katar vor zwei Wochen, scheiterten diesmal die Attacken seiner hartnäckigen Angreifer, wie Simone Corsi, Xavi Vierge und Francesco Bagnaia. Erst als dem schnellsten Suter-Piloten des Rennens in der Schlussphase ein kleiner Fehler unterlief, musste er doch noch die Tür aufmachen.

Auch Teamkollege Marcel Schrötter, der aus dem Mittelfeld ins Rennen starten musste, führte spannende Duelle. Dabei kämpfte er mit fehlendem Grip und Traktion aus den Kurven heraus, sodass er am Kurvenausgang immer wieder den Anschluss gegenüber seinen Konkurrenten einbüßte. Das holte er allerdings auf der Bremse und aus dem Windschatten wieder heraus. Zum Schluss gelang es dem 24-Jährigen, Luca Marini und Jesko Raffin hinter sich zu lassen. Das bedeutete der elfte Platz und die ersten fünf Punkte der Saison.

Jetzt bleibt dem Dynavolt Intact GP-Team eine Woche, um durchzuatmen und die neuen Erkenntnisse eines durchaus positiven Wochenendes in Südamerika auszuwerten, bevor es vom 21. bis 23. April in Austin/Texas in die nächste Runde geht.

Sandro Cortese:

„Vielleicht wäre mehr drin gewesen, aber das komplette Gefühl fehlt einfach noch. Wir hatten eine sehr schwierige Wintervorbereitung, das erste Rennen war eine Katastrophe. Aber als ich heute viele Rennrunden die Gruppe angeführt habe, das hat mir wieder Selbstvertrauen gegeben. Ich habe auch alles versucht, den sechsten Platz zu verteidigen, habe dann leider in der drittletzten Runde einen kleinen Fehler eingebaut und so habe ich die drei Positionen verloren. Hier wieder zurück zu überholen, wäre vielleicht einmal möglich gewesen, zudem war die gelbe Flagge draußen in dem Sektor, als Marquez gestürzt ist. Im Großen und Ganzen war es doch versöhnlich, darauf können wir jetzt aufbauen. Ein großes Dankeschön an Suter und mein Team, die tolle Arbeit geleistet haben. Ich denke, wenn wir weiter so arbeiten, kommen wir auch in den nächsten Rennen weiter voran. Ich fühle mich gesundheitlich besser, jetzt haben wir eine Woche Pause und dann geht es nach Austin.“

Marcel Schrötter:

„Es war eigentlich ein ganz interessantes Rennen mit guten Kämpfen in einer großen Gruppe. Ich habe natürlich versucht, vom 16. Startplatz viel rauszuholen, was schwer ist, weil man am Anfang ganz leicht viel verliert und nach zwei, drei Runden sind die ersten eben schon weg. Ich habe am Anfang gleich Positionen gutgemacht, habe dann aber relativ früh gemerkt, dass sich am Hinterrad was komisch anfühlt. Der fehlende Grip und die Traktion aus den Kurven heraus führte dazu, dass ich am Kurvenausgang verloren habe. Dementsprechend weit weg war ich dann. Im Windschatten und auf der Bremse war ich extrem stark, so konnte ich mich am Ende der Gegengeraden wieder heranbremsen. Dieses Wochenende war das Motorrad gefühlt nicht ganz so schnell wie in Katar. Leider konnte ich den Windschatten nicht gut genug nutzen. Im Großen und Ganzen haben wir beide gute Punkte geholt. Vielleicht hätten wir weiter vorn kämpfen können, aber es ist schon mal wichtig, dass wir die ersten Punkte geholt haben. Das Wochenende war in Ordnung, wir hatten eine gute Pace und jetzt müssen wir die Sachen analysieren und schauen, was wir besser machen können. Manchmal fehlt nur ein kleines bisschen, um besser zu sein und um anstatt auf Elf ,auf den Sechsten vor zu fahren.“

 

Text: Intact GP

Foto: Intact GP

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