Argentinien-GP: Folger „Glücklich über erstes Podium“

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Nach seinem Sturz beim Katar-GP vor zwei Wochen nutzte Dynavolt Intact GP Pilot Jonas Folger seine heutigen Chancen im Rennen der Moto2 und holte sich in Argentinien seine erste Podiumsplatzierung der Saison 2016. Teamkollege Sandro Cortese hingegen hatte nicht so viel Glück und schied aufgrund eines Sturzes aus.

Nachdem während der gesamten Trainingssitzungen und im Qualifying hohe Temperaturen geherrscht hatten, begrüßte der Rennsonntag die Moto2 mit Regen. Auch im Warum-Up zeigte sich leichter Nieselregen, so dass beim Start des Rennens die Piloten mit Slicks auf die Strecke fuhren. Jonas Folger kam von Beginn an gut mit zurecht und übernahm zwei Runden lang die Führung, bis der 22-Jähriges diese an Sam Lowes abgeben musste. Auch Johann Zarco und Franco Morbidelli gingen an Folger vorbei, durch dessen Sturz konnte Folger jedoch wieder auf den dritten Platz vorrücken, aber nicht mehr den Anschluss auf die Führenden schaffen.

„Ich bin sehr glücklich. Katar war eine Enttäuschung für uns. An diesem Wochenende haben wir aber wieder hart gearbeitet, obwohl es hier auch schwierig war. Trotz dessen waren wir ganz vorne dabei, das ist sehr wichtig. Das gab uns nun einen Motivationsschub,“ erklärte Folger, der sich mit seinem Podiumsplatz 16 WM Punkte sichern konnte. „Es war ein hartes Rennen. Am Anfang war es sehr schwer, das Limit zu finden, denn es waren noch viele feuchte Stellen auf der Strecke. Normalerweise hat man kaum Grip, wenn die Strecke zum Teil feucht ist und man auf Slickreifen unterwegs ist. Aber hier war es ziemlich gut. Zu Beginn des Rennens war ich in Führung. Dann haben mich Johann, Sam und Morbidelli überholt. Es war nicht leicht, ihnen zu folgen, denn die Pace war sehr hoch. Ich konnte meine Position halten und dachte, vielleicht in der letzten Runde noch zu attackieren. Doch dann ist Morbidelli vor mir gestürzt, dadurch war die Lücke zu Sam zu groß geworden. Mir war es wichtig, die Punkte heimzubringen. Es ist ein tolles Gefühl für uns alle, zum ersten Mal aufs Podium gefahren zu sein. Das Team hat super Arbeit geleistet. So müssen wir jetzt weitermachen.“

Für Teamkollege Sandro Cortese endete der Tag allerdings nicht so glücklich. Im Rennen kämpfte der Berkheimer an neunter Position mit Katar-Sieger Tom Lüthi. Elf Runden vor Schluss rutschte Cortese das Vorderrad weg und der Kalex-Pilot schied aus.  „Bis zum Sturz war es ein gutes Rennen. Ich kann leider nicht viel dazu sagen, sondern muss erst schauen, wie ich gestürzt bin. Ich bin genau gleich gefahren wie die ganze Zeit, doch dann ist mir das Vorderrad eingeklappt,“ so Cortese. „Das ist natürlich sehr schade, denn ich hätte mit Tom mitkämpfen können. Klar wäre das kein 100%-iges Top-Ergebnis geworden, aber es wären wichtige Punkte gewesen.“

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Text: Doreen Müller

Foto: Dynavolt Intact GP

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