Argentinien-GP: Bezzecchi führt Prüstel-GP zum Sieg!

Marco Bezzecchi holte in den schwierigen Bedingungen des Argentinien-GP den ersten Sieg in seiner noch jungen Karriere. Der Italiener aus dem deutschen Prüstel GP-Team dominierte das Rennen von Beginn an und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Für KTM war es der erste Moto3-Sieg seit dem Triumph von Andrea Migno in Mugello im letzten Jahr. 

Schon vor dem Start bot das Moto3-Rennen viel Spannung: Im Grid wechselten einige Piloten – darunter Polesetter Tony Arbolino – auf Slickreifen und in der WarmUp-Runde entschieden sich auch Philipp Öttl und Jorge Martin um. Öttl und Martin fuhren in die Box, wechselten die Reifen und jagten dem Feld hinterher. 

Bezzecchi gewinnt Start und führte das Feld aus der ersten Runde. Dahinter reihten sich Gabriel Rodrigo und Enea Bastianini ein. Bezzecchi begann eine große Lücke aufzufahren während die Verfolger etwas durchgemischt wurden. Nach wenigen Runden lag Fabio di Giannantonio auf Platz zwei gefolgt von Rodrigo und Adam Norrodin. Später sollten sich auch Aron Canet und Jaume Masia zu der Gruppe gesellen. Zu ungestüm gingen derweil Tatsuki Suzuki und Makar Yurchenko zu Werke. Beide stürzten kurz nacheinander. Yurchenko fuhr anschließend an die Box zum Reifenwechsel und fuhr das Rennen als Letzter zu Ende. 

Der große Slick-Poker

Während vorn schnellste Rennrunden gedreht wurden, waren alle Augen auf die Piloten gerichtet, die mit Slicks unterwegs waren: Am besten kam zunächst Nakarin Atiratphuvapat zurecht, der auf Platz 21 lag, als jedoch Martin im Rhythmus war, konnte er nach fünf gefahrenen Runden schneller fahren als die Spitze. Der Katar-Sieger hatte dann jedoch eine Lücke von über neun Sekunden auf Nicolo Bulega (ebenfalls auf Slicks) zuzufahren, der auf Platz 27 lag. 

Mit dem Rennverlauf schien es allerdings immer mehr, als würde sich der Slick-Poker für die betreffenden Fahrer nicht auszahlen, da die Regenreifen nicht stark genug abbauten um den Unterschied herzustellen. Vorn lag zur Mitte der 21 Runden-Distanz immer noch Bezzecchi mit einem Vorsprung von über sechs Sekunden auf die nun vierköpfige Verfolgergruppe.

Die Schlussphase

Diese splittete sich auf, als Canet sich absetzte und wenig später Masia ausrutschte. Dadurch wurde es zwischen Canet und DiGiannantonio spannend. Letzterer setzte alles daran, Platz zwei noch zu holen, wurde dann jedoch hinter Bezzecchi und Canet Dritter. Dahinter kamen Bastianini, Norrodin, Alonso Lopez und Lorenzo dalla Porta ins Ziel. 

Jorge Martin schaffte zwei Runden vor Schluss den Sprung in die Punkte. Der Spanier pflügte durch eine sechs Mann starke Gruppe und beendete das Rennen als Elfter. Arbolino sah die Zielflagge als Zehnter. Für Philipp Öttl führten die Slickreifen nicht in die Punkte. Der Deutsche lag zur Rennmitte hinten um Platz 27 und kam als 23. über die Linie.

Unglücklich ging das Rennen für Darryn Binder aus. Der Südafrikaner wurde von Kaito Toba zu Fall gebracht. Kurz darauf geschah etwas Ähnliches zwischen John McPhee und Albert Arenas. Letzterer musste zu Boden. Sein Schlüsselbeinbruch aus Katar wurde nicht weiter beschädigt. Auch Rookie Dennis Foggia stürzte. 

Die Ergebnisse des Rennens können HIER eingesehen werden.

 

Stimmen vom Podium:

Marco Bezzecchi (P1) “Haben an unser Potenzial geglaubt”

“Ich weiß überhaupt nichts mehr. Ich bin einfach so glücklich. Wir haben das Wochenende so schlecht wie nur möglich begonnen und haben dann gearbeitet, waren fokussiert und sind immer ans Limit gegangen, weil wir an unser Potenzial geglaubt haben. Ich bin so glücklich und möchte dem Team, KTM, der VR46 Academy, Vale und jedem danken, der das hier möglich gemacht hat. Auch vielen Dank an meine Familie. Das ist unglaublich.”

 

Aron Canet (P2) “Bedingungen waren schlecht”

“Es war ein schwieriges Rennen, weil die Bedingungen so schlecht waren. Meine Strategie war es, in den Top5 oder zumindest Top 10 anzukommen, denn das wäre das wichtigste gewesen. Dann lief es aber sehr gut für mich im Rennen. In den letzten drei Runden habe ich “Diggia” angegriffen und eine kleine Lücke aufgemacht. Dann kam er aber in der vorletzten Kurve und ich habe die Tür zugemacht und ich wurde Zweiter. Ich bin sehr glücklich.”

 

Fabio DiGiannantonio (P3) “Dritter Platz ist okay”

Ich denke es war von Beginn an hart. Wir sind mit Regenreifen gestartet, aber die Bedingungen auf der Strecke waren zu trocken dafür. Ich habe sehr gepusht und mit Canet und Masia gekämpft. Masia hat mich dann irgendwann berührt, keine Ahnung warum. In den letzten Runden habe ich 100 Prozent gegeben um noch Platz zwei zu schaffen, aber in der vorletzten Kurve war es zu rutschig für einen Versuch. Ich habe es etwas probiert, aber wenn ich weiter gegangen wäre, wäre ich gecrasht. Der dritte Platz ist okay. Wir gehen das Ganze Schritt für Schritt an.

 

 

Text: Dominik Lack

Foto: PrüstelGP

 

 

 

 

Stürze:

Crash für Suzuki in Turn 8

Kurz darauf: Makar Yurchenko in Turn 5

 

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