Aragon-Test: Melandri-Debüt und viel Arbeit bei Ducati

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Auch im Aruba.it-Ducati-Team wurde beim Aragon-Test ein neuer Fahrer eingearbeitet. Marco Melandri gab sein Debüt beim Wiedereinstieg in die Superbike-WM. Der Italiener arbeitete an den zwei Tagen im Motorland besonders an der Ergonomie und seiner Sitzposition, die vom Test-Team bereits vor einem Monat in Valencia definiert worden war.

Ansonsten bekamen Melandri und Superbike-Vizeweltmeister Chaz Davies Gelegenheit, viele Vergleichsfahrten anzustellen. Dabei konzentrierten sie sich auf die Bereiche Motor, Chassis und auf Elektronik-Upgrades an der Panigale R. Während Davies 106 Runden zurücklegte, fuhr Melandri 118 Runden. Der nächste Test findet in Jerez nächste Woche statt und beendet die Saison für das Ducati-Team offiziell.

Chaz Davies (1:50,4)

Für diesen Test hatten wir eine lange Liste an Teilen, die für 2017 ausprobiert werden mussten. Einige gute Bestätigungen haben sich an der Vordergabel gezeigt und wir haben auch verschiedene Benzintankvarianten getestet, die die Aerodynamik verbessern sollten. Hinzu kamen elektronische Upgrades. Natürlich ist es noch früh und wir haben mit der Arbeit an dem neuen Paket erst begonnen, aber ich bin recht zuversichtlich, dass wir auf einem guten Weg sind. Ich bin nicht mit meinem Lieblings-Setup gefaahren und nur am Ende einen weichen Reifen benutzt, weshalb die Rundenzeiten vielleicht noch besser hätten sein können. Das hatte aber keine Priorität. Nun gehen wir nach Jerez, einer ganz anderen Strecke, wo wir weiter evaluieren und unser Potenzial höherschrauben werden.“

Marco Melandri (1:50,7)  

„Es war eine sehr emotionale Erfahrung, mit den neuen Teamfarben auf das Bike zu steigen und mein Debüt mit der neuen Crew zu geben.  Dieser zweitägige Test hat sich als herausfordernd und produktiv erwiesen. Ich habe schnell ein Gefühl auf dem Bike gefunden und bin alles in allem nicht weit von der Spitze weg, vor allem was die Pace angeht. Wir haben noch Raum, uns zu verbessern, was normal ist zu diesem Zeitpunkt. Allerdings wissen wir, auf welche Ebenen wir uns fokussieren müssen. Wir haben noch Probleme beim Bremsen. Auch wenn wir am Schluss große Fortschritte gemacht haben, muss ich als Fahrer alles herausholen. Anders gesagt bin ich sehr zufrieden mit dem Bike, sowohl in Sachen Motor, als auch mit dem Chassis. Physisch bin komme ich nahe an meine optimale Form heran. Beim nächsten Test werden wir versuchen, ein Paar mehr Upgrades zu fixieren. Wir können nun anfangen, an den Details zu arbeiten.“

 

Text: Dominik Lack

Foto: Aruba.it Ducati

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