Aragon-GP: Der 1. Trainingstag im Überblick

An diesem Wochenende steht in Aragon der nächste Kampf um die Weltmeisterschaft in allen 3 Klassen an und bereits am ersten Trainingstag ging es in Spanien heiß her. Die vergangenen beiden Jahren sah man oft Weltmeister Marc Marquez in Aragon siegen, Ducati gewann hingegen erst einmal auf dieser Strecke – 2010 mit Casey Stoner. Doch 2018 könnte es mit den starken Ducatisti spannend werden, den der Dreikampf zwischen den beiden Ducati-Piloten Andrea Dovizioso, Jorge Lorenzo und Repsol Honda Pilot Marc Marquez setzte sich schon am Freitag fort. 

MotoGP: Marquez bestätigt Favoritenrolle in Aragon

Nachdem Dovizioso und Lorenzo am Vormittag noch die Nase vorne hatten, meldete sich Marquez im zweiten Freien Training vor heimischer Kulisse zurück und stellte mit 1:47.382 schnellste Rundenzeit auf. Sein Teamkollege Dani Pedrosa konnte auch am ersten Trainingstag überzeugen. Pedrosa, der seine Karriere in der MotoGP Ende der Saison an den Nagel hängt, belegte den siebten Platz und setzte damit seinen Aufwärtstrend von Misano fort, ihm fehlte jedoch eine Sekunde auf die Bestzeit von Marc Marquez.

Dieser fand am Freitag wohl sichtlich die beste Antwort auf die Frage welche Reifen, bei mehr als 45 Grad Asphalttemperatur die beste Lösung wären. Ende der zweiten Session wechselte Marquez auf einen Medium-Vorderreifen und den Soft-Hinterreifen und fuhr damit auf Platz 1. Ein wichtiges Ergebnis für Honda, da die Werksteams von Ducati und Yamaha ihnen einen privaten Test in Aragon voraus hatten. 

Aber auch Cal Crutchlow stellte mit seiner Honda eine gute Rundenzeit auf, hinter den beiden Ducato von Jorge Lorenzo (2.) und Andrea Dovizioso (3.) kam der Brite auf die viertschnellste Rundenzeit und wurde auf der knapp einen Kilometer langen Geraden zwischen den Kurven 15 und 16 mit 341,5 km/h gemessen! Dahinter folgten Dani Pedrosa und Marc Marquez bei der Top Speed Wertung auf Rang 2 und 4.!

Danilo Petrucci, Dani Pedrosa, Alvaro Bautista, Valentino Rossi und Maverick Vinales komplettieren schließlich die Top 10 in der Gesamtwertung. Unzufrieden mit dem Ergebnis dürften vor allem die Yamaha-Werkspiloten sein, die nur mit Mühe und Not voran kamen. Denn während sich ihre Konkurrenten bei Honda und Ducati an der Spitze einen harten Kampf lieferten, hatten Valentino Rossi und Maverick Vinales mit der Traktion und dem Bremsverhalten ihrer M1 zu kämpfen. Beide lagen letztlich über eine Sekunde zurück.

Moto2: Marcel Schrötter setzt positiven Trend weiter fort

In der mittleren Klasse konnte hingegen Marcel Schrötter seine Motivation aus Misano, wo die deutsche Hoffnung sein erstes Podium einfuhr, mitnehmen. Der Dynavolt Intact GP-Pilot war am Vormittag mit 1:53.570 Trainingsschnellster. Bei den steigenden Temperaturen konnten sich im zweiten Freien Training nur wenige Moto2-Piloten steigern. Auch Schrötter gelang keine Verbesserung mehr, dennoch reichte seine Bestzeit um am Ende des Tages die Zeitenliste weiter anzuführen.

Francesco Bagnaia (SKY Racing Team VR46), der am Nachmittag als schnellster Fahrer auf dem Kurs mit 1:53.784 Minuten unterwegs war, wurde damit hinter Schrötter Zweiter vor Alex Marquez (Estrella Galicia 0,0 MarcVDS), Sam Lowes (Swiss Innovative Investors) und Fabio Quartararo (MB Conveyors – Speed Up).

Mattia Pasini hingegen kam auf keine schnellere Rundenzeit, er beendete den Tag als Sechstschnellster während für seine Kontrahenten Brad Binder (Red Bull KTM Ajo), Andrea Locatelli (Italtrans Racing Team), Simone Corsi (Tasca Racing) und für den derzeit WM-Zweitplatzierten Miguel Oliviera (Red Bull KTM Ajo) mehr drin war. Mehrere Tausendstel konnten sie noch herausholen und sich damit einen Platz in den Top Ten sichern. Für Dominique Aegerter (Kiefer Racing) endete hingegen der Trainingstag nur mit der 20. Position.

Moto3: Bastianini hat am Endes des Tages mit Honda die Nase vorn

Am Vormittag zeigten sich in der Moto3 die KTM-Piloten sehr dominant. Jakub Kornfeil fuhr für Redox Prüstel GP die schnellste Rundenzeit im ersten Freien Training gefolgt von Gabriel Rodrigo, Teamkollege Marco Bezzecchi und Philipp Öttl, die ebenfalls eine KTM pilotieren.

Doch auch hier entwickelte sich der Nachmittag bereits zur Hitzeschlacht und es waren zum Teil nur kleine Zeitenverbesserungen möglich. Philipp Öttl (Schedl GP) fiel so, trotz leichter Steigerung, 1,085 Sekunden auf die Spitze in der Gesamtwertung zurück und konnte sich seinen Top 5 Platz nicht wieder erkämpfen.  Öttl wurde Zwölfter. Auch Jakub Kornfeil konnte nicht an sen Vormittag anschließen und rutschte auf Position 9.

Honda-Pilot Enea Bastianini sicherte sich hingegen im zweiten Freien Training mit 1:58.218 die Bestzeit und unterbot damit gleich als erster Fahrer die Bestzeit von KTM-Pilot Jakub Kornfeil aus FP1. Damit war Bastianini acht Zehntelsekunden schneller als Kornfeil. Nachdem früh noch KTM deutlich die Nase vorn hatten, wirkte die Tagesgesamtwertung nach FP2 gut durchmischt. Gabriel Rodrigo (RBA BOE Skull Rider) hielt jedoch seine Position und fuhr in beiden Trainings die zweitbeste Zeit. 

Dahinter folgten Nicolo Bulega (SKY Racing Team VR46), Jorge Martin (Del Conca Gresini Moto3), Niccolo Antonelli (SIC58 Squadra Corse), Aron Canet (Estrella Galicia 0,0), Lorenzo Dalla Porta (Leopard Racing), Kazuki Masaki (RBA BOE Skull Rider), Marco Bezzecchi (Redox PrüstelGP) und John McPhee (CIP Green Power) in den Top 11.

Alle Zeiten des Tages in der Übersicht findet Ihr HIER.

Text: Doreen Müller-Uhlig

Foto: motogp.com

 

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